Ruhetag in Alghero
Ruhetag

Am nächsten Morgen treibt mich der knurrende Magen aus dem Bett und nach einer Dusche gehe ich Frühstücken. Am Nebentisch höre ich zwei Reisende miteinander Deutsch sprechen und klinke mich gleich einmal ein. Die Freude ist groß, dass noch ein Deutscher in der Jugendherberge ist. Das Ehepaar ist auch mit Ryanair hier und will noch etwas die Insel erkunden. Da kann ich nun natürlich jede Menge Tipps geben und so sitzen Rigobert und ich noch einige Zeit zusammen. Das nette Gespräch dauert vorallem dadurch an, dass wir beide unsere Liebe zu Fahrradreisen entdecken. Nachdem wir unsere Emailadressen ausgetauscht und uns verabschiedet haben, packe meine Kamera ein und schwinge mich aufs Rad um Alghero zu erkunden. Schließlich hatte mir Rigobert die Altstadt doch sehr ans Herz gelegt, da ich vorher über die Hässlichkeit Algheros (der Neustadt wohlgemerkt) schimpfte.

Mit Rückenwind und ohne Gepäck spule ich die sechs Kilometer in die Stadt mit einer Geschwindigkeit von fünfzig Stundenkilometern innerhalb weniger Minuten ab. Einige Rennradfahrer schauten in der Tat sehr verdutzt...

Alghero Gasse in der Altstadt

Da ich nun auch einen Stadtplan besaß, fand ich mich in den vielen kleinen urigen Gassen gut zurecht und schlenderte einige Stunden durch die äußerst schöne Altstadt.

Den restlichen Tag verbrachte ich bereits damit zu packen und mir am Supermarkt in Fertilia Kartons für die Verpackung meines Rads zu organisieren.

... ... Sardische Möwe

Am Abend des Tages kamen zwei Wanderer aus Ohio und zwei aus Deutschland zu mir ins Zimmer. Stephan und Phillip waren mit dem Rucksack für eine Woche hier und wir unterhielten uns über das Übliche wohin und woher. Aber auch die Ausrüstung wurde durchdiskutiert.

Kirchenkuppel

Als ich am Abend noch Essen gehe, sitzen neben mir am Tisch wieder zwei Deutsche. Schnell ist ein Gespräch zu den beiden aufgebaut und wir unterhalten uns über Italien ganz im allgemeinen. Am Ende kommt dann auch noch heraus, dass ein Bekannter des Mannes mit dem Tandem durch Südamerika gefahren ist und dabei über das Internet Mitfahrer suchte. Lustigerweise war ich schon einmal auf dessen Internetseite und kannte ihn daher auch. Wie das Internet die Welt doch zusammenschweißt...

Nachdem ich mich verabschiedet habe, genieße ich noch einmal den Blick auf Alghero bei Nacht und gehe danach schlafen.
Am nächsten Tag verläuft der Flug nach Frankfurt problemlos und unter leichten Schnee-schauern radle ich an den Rhein um dort in den Zug in Richtung Heimat zu steigen.

Alghero bei Nacht

Ausgaben:
0,68 € Lebensmittel
17,00 € Jugendherberge